Portrait

Das Brandenburgische Kammerorchester Berlin e.V.

Die etwa 25-30 Streicherinnen und Streicher des Brandenburgischen Kammerorchesters Berlin sind überwiegend engagierte Amateure und arbeiten gleichsam „nebenbei“ in den unterschiedlichsten Berufen. Beim Deutschen Laienorchesterwettbewerb 1986 gewann das Ensemble auf Bundesebene den 1. Preis, 1992 wurde es als Landessieger für den Bundeswettbewerb nominiert.

1977 von Mitgliedern des Collegium Musicum der Berliner Universitäten gegründet, wurde das Brandenburgische Kammerorchester Berlin bis 1991 von Detlef Schönewald geleitet. Nach vorübergehender Zusammenarbeit mit Thomas Lange dirigierte Markus Theinert ab 1991 für sechs Jahre das Orchester. Sein Nachfolger war bis 1998 André Ezerski.

Seither leitet Rainer Kimstedt das Brandenburgische Kammerorchester Berlin, dessen künstlerische Qualität sich unter seiner Führung systematisch weiterentwickelt hat und mit dem er auch mehrfach erfolgreich als Solist konzertierte. Als ständige Konzertmeisterin des Kammerorchesters nimmt Julia Prigge ebenfalls maßgeblichen Einfluss auf die Klangqualität und Stilsicherheit des Ensembles.

Für die Arbeitsphase Winter 2007/2008 konnten gastweise Bernhard Forck und Uri Rom als Dozenten bzw. Dirigenten gewonnen werden. Die Sommerarbeitsphase 2008 betreute als Gastdirigentin Marion Leleu.

Das Orchester probt wöchentlich (außerhalb der Schulferien) in der Bülowstraße in Berlin-Schöneberg, zusätzlich zweimal im Jahr an Wochenenden außerhalb Berlins. Pro Jahr werden zwei bis drei Konzertprogramme erarbeitet. Die Aufführungen finden in Berlin und im Umland statt. Im Sommer 2007 reisten die Musikerinnen und Musiker erstmals zu Konzerten nach St. Petersburg, im Sommer 2012 war das Orchester in der Schweiz zu Gast.

Dem Ensemble stehen für die verschiedenen Repertoirebereiche von der Barockliteratur bis zur Musik des 20. Jahrhunderts ausgezeichnete professionelle Partner zur Seite, die gemeinsam mit dem Brandenburgische Kammerorchester Berlin arbeiten und auftreten. Zu ihnen gehörten als Solisten:

  • die Pianisten Rolf-Dieter Arens und Tomoko Takahashi
  • die Geigerin Ariadne Daskalakis und der Barockgeiger Bernhard Forck
  • die Cellisten Dietmar Schwalke, Hans Rabus, Samuel Lutzker und Martin Seemann
  • die Klarinettistinnen Friederike Roth und Sylvia Schmückle-Wagner
  • der Flötist Aaron Dan und die Fagottistin Heidi Mockert
  • die Saxophonisten Magdalena Lapej, die Trompeterin Simone Gruppe und die Hornistin Anne Mentzen
  • die Sopranistin Annette Robbert und der Tenor Paul Kaufmann
  • ferner Christian Gerber am Bandoneón
  • sowie der Schlagzeuger und Komponist Eric Schaefer
  • und der Vibraphonist Oli Bott, von denen eigene Werke zur Uraufführung gelangten.

Die organisatorische Arbeit im Rahmen eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins wird von allen Mitgliedern des Orchesters gemeinsam geleistet. Auch sämtliche Entscheidungen über die künstlerische Arbeit obliegen den Mitgliedern.