alte Programme

Samstag,   15. Juni 2019  um  19 Uhr  .  Heilig-Kreuz-Kirche  .  Kreuzberg  .  Zossener Str. 65, 10961 Berlin
Sonntag,   16. Juni 2019  um  18 Uhr  .  Rundkirche  .  auf dem Tempelhofer Feld  .  Wolffring 72, 12101 Berlin


Abschiedskonzert Rainer Kimstedt
Wolfgang Amadeus  Mozart
1756 - 1791
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Adagio und Fuge c-Moll, KV 546
 
Geniale Fügung
''Ein kurzes Adagio. à 2 Violini, Viola, e Baßo, zu einer Fuge, welche ich schon lang für 2 Klaviere geschrieben habe.'' Dieser eigenhändige Hinweis im ''Verzeichnüß aller meiner Werke'' meint mit der Fuge für 2 Klaviere jenes Werk aus dem Dezember 1783, das im Köchelverzeichnis die Nummer 426 trägt. Zusammen mit der Streicherbearbeitung der Fuge fügte Mozart am 26. Juni 1788 ein barock anmutendes Adagio hinzu. Das Gesamtwerk erhielt im Köchelverzeichnis die Nummer 546.
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Béla  Bartók
1881 - 1945
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Divertimento für Streichorchester Sz 113
Written for the Basle Chamber Orchestra
1. Allegro non troppo
2. Molto adagio
3. Allegro assai

Nervöse Heiterkeit
Fünfzehn Tage Arbeitsurlaub in einem Chalet in Saanen in der Schweiz genügten Béla Bartók, um das Divertimento für Streichorchester zu komponieren. Paul Sacher, der Dirigent des Baseler Kammerorchesters, hatte ihm das Haus gemietet und den Kompositionsauftrag erteilt. Doch es war August 1939. Die Zeit warf ihre Schatten auf die geplante spielerisch-unproblematische Musik. Ein Divertimento sollte es werden, seit Mozart und Haydn ein Stück vergnüglich unterhaltender Musik. Doch Bartók, von der ''neuen in der Luft schwebenden Weltkatastrophe'' überzeugt, erwog bereits, ins Exil zu gehen.

Über all der Spielfreude in den Ecksätzen des Divertimentos schwebt das Damoklesschwert des Abschieds. Der Mittelsatz voller sehnsüchtig trauernder Motive ungarischen Tonfalls geht unter die Haut.


 
Antonín  Dvořák
1841 - 1904
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Serenade E-Dur für Streichorchester op. 22
 
1. Moderato
2. Tempo di Valse
3. Scherzo. Vivace
4. Larghetto
5. Finale. Allegro vivace

Anmutige Abendmusik
Vom ersten Ton an gibt sich Dvořáks Streicherserenade heiter und entspannt. Dabei hatte er gerade erst einen herben künstlerischen Schlag einstecken müssen. Eine seiner Opern war durchgefallen, noch bevor sie das Licht der Welt erblickt hatte. ''Král a uhlír'' (Der König und der Köhler), an musikalischer Komplexität Richard Wagner schier überbietend, wurde nach vierwöchigen Proben am Prager Interimstheater wieder abgesetzt, ohne dass es zur Premiere gekommen war. Und Dvořák wusste erstaunlicherweise sofort Rat. Er schaltete förmlich um auf einen fasslicheren Stil und komponierte binnen elf Tagen im Mai 1875 die Streicherserenade.
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Leitung
Rainer Kimstedt