Aktuelles Programm

Samstag,   13. Juli 2024  _  19 Uhr  .  Fichtenberg-Oberschule  .  Aula  .  Rothenburgstr. 18, 12165 Steglitz
Sonntag,   14. Juli 2024  _  17 Uhr  .  Emmauskirche  .  Kreuzberg  .  Lausitzer Platz 8a, 10997 Berlin

William  Herschel
1738 - 1822
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Symphony Nr. 8 c-moll
1761
Als einst Joseph Haydn im Hause Herschel vorsprach, interessierte ihn nicht etwa die Musik seines (Ex-)Kollegen, sondern vielmehr dessen großartige neueste Erfindung, ein selbst gebautes riesiges Spiegelteleskop. Denn William Herschel, in Hannover als Wilhelm geborener Wahl-Engländer, war vor allem Astronom, ein Star-Astronom, der berühmteste und bedeutendste Sternenforscher seiner Zeit; nicht nur den Planeten Uranus hat er entdeckt, sondern auch tausende Sternhaufen, Nebelflecken und Doppelsterne. Das mit der Musik war lange her, mit ihr hatte sich Herschel vor allem in seinen zwanziger Jahren beschäftigt, als er das Orchester von Bath leitete, damals eines der besten Englands. Seine Sinfonie Nummer acht ist eine von 24 Sinfonien; frisch, vital und unkompliziert. Für das Publikum in der mondänen Kurstadt Unterhaltung vom Feinsten.
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Leó  Weiner
1885 - 1960
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Divertimento II
1938
„Alles, was ich als Musiker erreicht habe, verdanke ich Leó Weiner.“ Das hat der große Dirigent Georg Solti gesagt, der in Weiners Kammermusik-Klasse an der Musikakademie Budapest studiert hat. Weiner war ein begnadeter, kluger, feinsinniger und allseits geliebter Pädagoge, der ganze Generationen von Musikern ausgebildet hat; auch János Starker, Antal Doráti und Géza Anda waren unter seinen Schülern. So viel Einfluss und Erfolg war Weiner als Komponist nicht beschieden; aus seinem stattlichen Werkkatalog wird heute nur noch verschwindend wenig gespielt. Zu dem Wenigen gehört auch sein Divertimento op. 24 auf ungarische Volksmelodien: vier Sätze voller Temperament, Charme und Feuer, vom Hochzeitstanz bis zum tumultuösen Volksfest vielfarbig instrumentiert und voller aparter Wendungen. Léo Weiner wusste, wie das geht, er war schließlich Ungar.
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Max  Bruch
1838 - 1920
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Serenade für Streichorchester, op. posth.
nach schwedischen Volksmelodien, 1916
Max Bruch liebte Volkslieder; in ihrer Innigkeit, Kraft und Schönheit, so befand er, seien sie oft mehr wert als 200 Kunstmelodien. Anders als Weiner hat ihn allerdings nicht die eigene Folklore inspiriert, sondern die anderer Nationen, die russische zum Beispiel, die schottische, die hebräische und eben die schwedische. Seine Streicherserenade ist ein spätes Stück, vermutlich die Bearbeitung einer größer besetzten Suite und geschrieben im hohen Alter von 78 Jahren. Zwei träumerisch-bewegte Liebeslieder, einen kecken Tanz und einen leichtfüßigen Marsch band Bruch zu einer hübschen Suite; zwar nur ein Mosaiksteinchen im vielgestaltigen Oeuvre Bruchs, aber ein kleines und feines.
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Josef  Suk
1874 - 1935
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Serenade für Streichorchester, op. 6
1896
Antonin Dvorák hatte bei seinem Lieblingsschüler Josek Suk einen übermäßigen Hang zu Molltonarten bemerkt und ihn deshalb ermuntert, ein Stück ausschließlich in Dur zu schreiben. Suk, gerade 18 Jahre alt und frisch verliebt in Dvoráks Tochter Otylka, machte sich ans Werk und komponierte eine Serenade für Streicher, vier Sätze in lichtem Dur. Eine heitere Musik ist das, schwelgerisch, graziös, virtuos, mit schönen melodischen Einfällen und viel Sinn für pointierte Rhythmen. Dass diese Serenade ein wahrer Hit wurde, ein Evergreen, sein meist gespieltes Werk, das haben damals sicher weder Josef Suk selbst noch sein Mentor Dvorák für möglich gehalten.
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Leitung
Nóra Füzi

 
Karten
17 / erm. 10 Euro / Abendkasse
15 / erm. 8 Euro / Vorverkauf  über unser  ➩ 
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