Aktuelles Programm

Samstag,   19. Juni 2021  um  19 Uhr  .  Rundkirche  .  auf dem Tempelhofer Feld  .  Wolffring 72, 12101 Berlin
Sonntag,   20. Juni 2021  um  15 Uhr  .  Rundkirche  .  auf dem Tempelhofer Feld  .  Wolffring 72, 12101 Berlin
Nun müssen wir zum dritten Mal unsere Aufführungen absagen, also auch das unten stehende Konzert im Juni 2021.
Derzeit wird ein neues Programm erarbeitet und soll im Januar 2022 zur Aufführung gelangen.
Sobald die Planungen abgeschlossen sind, werden wir euch auf dieser Seite informieren.

Allen unseren treuen Konzertbesuchern wünschen wir Kraft und Gesundheit!
Und auch eine gute Portion Gelassenheit, diese für uns alle einschneidende Zeit zu überstehen.
coronabedingt nicht aufgeführt
John  Dowland
1563 - 1626
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Fünf Stücke
Herausgegeben von Peter Warlock (1894 - 1930)
Peter Warlock hat zwar selbst auch komponiert, hauptsächlich Lieder, war aber darüber hinaus ein eifriger, respektvoller und sorgfältiger Herausgeber elisabethanischer Musik. Und das zu einer Zeit, als sich kaum jemand für die frühe englische Musik interessierte. Auch Dowlands 1605 publizierte Sammlung „Lachrimae Or Seaven Teares“ mit Pavanen, Gaillarden und Alemannen - Musik zum Tanzen und zum Weinen - hat Warlock in ein modernes Notenbild versetzt, ohne der Musik etwas hinzuzufügen oder wegzunehmen.

Die fünf Sätze ...
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Benjamin  Britten
1913 - 1976
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Lachrymae
Reflections on a song of Dowland
für Solobratsche und Streichorchester (1974)
Benjamin Britten liebte die Musik seiner englischen Kollegen aus weit zurückliegender Zeit. Die von Henry Purcell sowieso, aber auch Komponisten wie William Byrd, Thomas Morley und besonders John Dowland hat er bewundert. Über dessen herzergreifendes Lied „If my complaints could passions move“ hat er Variationen geschrieben, die er „Reflections“ nannte; es sind also Betrachtungen, Versuche der Annäherung an Dowlands Lied. Dabei, sehr ungewöhnlich, zäumt Britten das Pferd von hinten auf und versteckt das Thema in vielerlei Umformungen, bevor es erst ganz am Ende in seiner unveränderten Gestalt erscheint. Hier wirkt es wie eine unerwartete Offenbarung, wie ein Gruß aus alter Zeit.


 
Dmitri  Schostakowitsch
1906 - 1975
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Kammersinfonie op. 110a
Bearbeitung des Streichquartetts Nr. 8 von Rudolf Barschai
Augenzeugen berichten, dass Schostakowitsch sein achtes Streichquartett unter der Buche am kleinen Teich des Innenhofs geschrieben habe, innerhalb weniger Tage im Juli 1960. Buche, Teich und Innenhof gehörten zum Gästehaus des Ministerrats der DDR in Gohrisch, einem kleinen Ort nahe Dresden. „Die Gegend ist unerhört schön“, befand Schostakowitsch, „übrigens gehört sich das für sie auch so: sie nennt sich ‚Sächsische Schweiz‘“. Und in dieser unerhört schönen Gegend entstand eine Musik, die alles andere ist als schön. Statt dessen voller Wehmut, Schmerz, Schrecken, Furor, Klage - und Trauer. So persönlich wie kaum ein anderes seiner Werke, und das nicht nur wegen der das ganze Quartett prägenden Tonfolge D-S-C-H. Denn Schostakowitsch hat dieses Streichquartett zwar offiziell „Den Opfern des Faschismus und des Krieges“ gewidmet, aber es war auch ein quasi vorsorglich fertiggestelltes Requiem für ihn selbst. Weil er befürchtete, dass nach seinem Tod wohl niemand sonst ein Werk zu seinem Andenken schreiben würde….


 
Solo
Gernot Adrion, Viola
Leitung
Steffen Tast
 
 
Karten
15 / erm. 8 Euro / Abendkasse
13 / erm. 6 Euro / Vorverkauf  über unser  ➩ 
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