Aktuelles Programm

Samstag,   23. Januar 2021  um  19 Uhr  .  Rundkirche  .  auf dem Tempelhofer Feld  .  Wolffring 72, 12101 Berlin
Sonntag,   24. Januar 2021  um  19 Uhr  .  Heilig-Kreuz-Kirche  .  Kreuzberg  .  Zossener Str. 65, 10961 Berlin
Unsere Konzerte im Juni mussten wegen der Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie leider ausfallen.
Wir wollen dieses Programm nun am 23. und 24. 01. 2021 aufführen, sofern es die epidemiologische Entwicklung zulässt.

Wir wünschen allen unseren treuen Konzertbesuchern Kraft und Gesundheit!
Und auch eine gute Portion Gelassenheit, diese für uns alle einschneidende Zeit zu überstehen.
Henry  Purcell
1659 - 1695
 
Chaconne in g-Moll
gesetzt von Benjamin Britten

 
Peter  Warlock
1894 - 1930
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Fünf Stücke von John Dowland
instrumentiert von Peter Warlock
Peter Warlock ist ein Pseudonym für Philip Arnold Heseltine. Er war ein englischer Komponist und Musikkritiker und verwendete das Pseudonym Peter Warlock als Komponist und seinen Geburtsnamen als Kritiker. Heute ist er jedoch bekannter als Peter Warlock.

Warlocks Kompositionen sind fast ausschließlich Lieder und er wählte stets Texte von hohem künstlerischen Wert, oft auch aus dem Mittelalter, als Grundlage seiner Lieder.

Warlocks musikalische Vorlieben waren weit gefächert und reichten von mittelalterlicher Musik bis zu Bartók. In seiner eigenen Musik erkennt man eine Entwicklung ausgehend von der Nachahmung des viktorianischen und edwardianischen Salonstils hin zu einer eher kontrapunktischen, ausgeprägt persönlichen Schreibweise. Abgesehen von eigenen Werken edierte bzw. transkribierte Warlock rund 300 Volkslieder und eine ähnliche Anzahl von Lauten-Liedern aus der Feder elisabethanischer und jakobinischer Komponisten.


 
Benjamin  Britten
1913 - 1976
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Lachrymae antiquae
Reflections on a song of Dowland
für Solobratsche und Streichorchester (1974)
Eins der schönsten Stücke, die je für Viola komponiert wurden, sind die mit „Lachrimae“, also „Tränen“ überschriebenen Reflexionen über ein Lied von Dowland, die Benjamin Britten 1950 zunächst für Violine und Klavier komponierte. 1976, in seinem letzten Lebensjahr, schrieb er den Klavierpart für Streichorchester um.

Britten stellte dabei das Variationsprinzip sozusagen auf den Kopf, denn er beginnt nicht wie sonst üblich mit der vorangestellten Originalmelodie, sondern fängt mit den Variationen an, in denen das Lied geradezu versteckt ist, und lässt den Original-Dowland dann erst am Schluss auftauchen. In 12 ineinander übergehenden Abschnitten erscheint das alte Lied in immer wieder überraschend neuen Gestalten, und in der sechsten Variation kommt noch ein Zitat aus einem anderen Dowland-Lied dazu. Beide Lieder sind für die Epoche John Dowlands typische Klagegesänge, und welches Instrument kann wirkungsvoller Klagen als die Bratsche?

https://www.deutschlandfunk.de/das-klagen-der-viola.727.de.html?dram:article_id=101188


 
Gernot  Adrion
* 1969
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Manual à V
Suite für Streichorchester (2019)
Gernot Adrion im Vorwort zu seiner Komposition:
''Das Werk entstand in der Zeit von Dezember 2018 bis Februar 2019.

Der Name der Suite spielt mit der Doppeldeutigkeit des Begriffs ''Manual'': einerseits assoziiert man damit neben der allgemeinen, mit der Bezeichnung ''Hand'' zusammenhängenden Bedeutung die Tastatur einer Orgel oder eines Cembalos, andererseits könnte der Begriff auch ein veraltetes Synonym für ein Tagebuch darstellen. Die für fünfstimmigen Streichersatz komponierten fünf Sätze stellen somit die Realisierung von Skizzen aus früherer Zeit sowie eine Art Portrait der Charaktereigenschaften der fünf Finger dar.

Neben einzelnen motivischen Bezügen ist allen Sätzen die Grundtonart a-Moll gemeinsam. Da weitestgehend auf geteilte Stimmen verzichtet wurde, ist Manual à V auch in sehr kleiner Streicherbesetzung aufführbar.''

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Astor  Piazzolla
1921 - 1992
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''Oblivion''
''Libertango''
''Fuga y misterio''

Bearbeitung: Thomas Kalb
Viele von Piazzollas Tangos sind nicht mehr im traditionellen Sinne tanzbar, sondern in erster Linie Musik zum Zuhören. Die Harmonie des Tango weitete er mit Mitteln des Jazz aus sowie nach den Vorbildern Igor Strawinsky und Béla Bartók. Piazzolla hat die Spieltechnik der Instrumente im Tango durch Anleihen aus der Neuen Musik ausgeweitet: „Bogenschläge auf der Violine, stechende Streicherakzente in hoher Lage, Glissandi des gesamten Ensembles, virtuose Bandoneonläufe und eine Anreicherung der Besetzung durch eine Vielzahl von Perkussionsinstrumenten bestimmen seine Musik.“

Trotz aller Neuerungen bleibt das Wesentliche des Tango erhalten, zum einen durch den spezifischen Klang des Bandoneons, zum anderen durch die typischen synkopischen Rhythmen, die typischen harmonischen Wendungen des Tango, Staccati und die generell melancholische Stimmung der Musik.

„Piazzolla seziert die charakteristischen Elemente des Tango und stellt sie in einem neuen Licht dar. Hier betont das akkordische Spiel des Ensembles obsessiv den Rhythmus, dort dominiert eine elegische Solopassage. Jähe Zäsuren sowie deutliche Brüche stehen anstelle der Rubati des traditionellen Tangos und betonen deutlicher als diese den corte, das charakteristische Innehalten des Paares zwischen den Schrittfolgen.“

Die Essenz des Tangos erhält Piazzolla, verbindet sie aber mit der akademischen und bildungsbürgerlichen Tradition der klassischen Musik.


 
Solo
Gernot Adrion, Viola
Leitung
Julia Prigge
 
 
Karten
15 / erm. 8 Euro / Abendkasse
13 / erm. 6 Euro / Vorverkauf  über unser  ➩ 
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